Portrait Bernhard niederberger


Am 29. Septmeber 1993 erblickte Bernhard Niederberger in Stans, das Licht der Welt. Berni wuchs gemeinsam mit seiner Schwester Maria in Beckenried, oder wie er so schön sagt «am schenschtä Fläckä» auf einem Bauernhof auf. Bereits im Alter von drei Jahren, erlernte er das Skifahren auf seinem Hausberg «Klewenalp».

 

Als Bernhard noch in der Primarschule war, ging es im Winter nicht in die Turnhalle, sondern auf die Piste - ein Highlight und der Anfang seiner Skikarriere.

Schon bald machte sich sein Talent bemerkbar! Von der JO im Ski Club Beckenried, in den Nidwaldner Ski Verband und weiter in den Zentralschweizer Ski Verband. Auch schulisch musste es weitergehen  - obwohl, ihm hätte das auch nichts ausgemacht, wenn es da nicht weitergegangen wäre. Von der Primarschule ging es in die Begabtenförderung nach Hergiswil und anschliessend in die Sportmittelschule nach Engelberg. Nach der offiziellen Schulzeit entschied sich Niederberger für die vierjährige kaufmännische Ausbildung «hôtelerie suisse». Mit 16 Jahren wurde er nun ins NLZ (Nationales Leistungszentrum Mitte) aufgenommen und konnte bereits erste FIS-Rennen fahren. Der Junioren Schweizermeister-Titel im Riesenslalom, Super-G und Super Kombination und einen 2. Platz in der Abfahrt zählte er zu dieser Zeit zu seinen grössten Erfolgen und war nun einen Grund ins Swiss Ski C-Kader aufgenommen zu werden!

 

In kleinen Schritten ging es vorwärts, Niederlagen mussten eingesteckt werden und viel zu Hause war er auch nicht mehr - that's ski racer life! Doch nichts desto trotz konnte Berni weiterhin Erfolge feiern und schaffte 2012 den Aufstieg ins Swiss Ski B-Kader. Der Einstieg in den Europa Cup kam dazu und die Arbeit sich von hinten nach vorne zu kämpfen, ging von vorne los - mit Erfolg. Immer mehr merkte sein Umfeld, dass Bernhard der Slalomspezialist schlechthin ist und zu seiner Paradedisziplin gehört. Nebenher hat er den Riesenslalom  als Zweitdisziplin. Nach zwei Jahren im Europa Cup bekam Berni erstmal die Chance sich im Weltcup zu beweisen und fuhr seinen ersten WC-Slalom in Adelboden am heissberüchtigten «Chuonisbärgli». Gibt man ihm die Chance, wird sie genutzt und macht sich bezahlbar. Ende der Saison nahm man ihn in die Weltcup-Gruppe auf.

 

2014 wurde er erstmals Schweizermeister im Slalom bei der Elite und schloss im Sommer auch noch seine Ausbildung ab - zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und «eine riesen Erleichterung, nach allen den Jahren», so Bernhard! Die Saison 2014/15 war bisher seine Beste. Er beendete die Saison mit einem 3. Gesamtrang in der Europa-Cup Slalom Wertung und qualifizierte sich am 6. Januar 2015 erstmals für den zweiten Lauf an einem Weltcup Rennen, welches in Zagreb stattfand - ein Erlebnis, das er sein Leben lang nicht vergessen wird!

 

Nun geht es weiter und zwar ganz nach dem Motto: Die Kunst besteht darin immer einmal mehr aufzustehen als man umgefallen ist.